DER BROTPANZER

Im Juni 2012 trafen sich in Rio de Janeiro die Staats- und Regierungschefs der ganzen Welt zum UNO-Gipfel für nachhaltige Entwicklung, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie sie auf der Grundlage einer sogenannten „Green Economy“ den Hunger und die extreme Armut in der Welt beseitigen und auch die anderen Millenniumsziele erreichen können, unter anderem Schulbildung für alle Kinder. Das Thema Frieden und Abrüstung war auf der Konferenz ausgeklammert. Dabei würde eine weltweite Senkung der Militärausgaben so viel Geld einsparen, dass die Erreichung der Millenniumsziele mit diesen zusätzlichen Finanzmitteln kein Problem mehr wäre. Schließlich belaufen sich die weltweiten jährlichen Militärausgaben auf 1,7 Billionen Dollar. Allein für die Anschaffungskosten eines Leopard-Panzers könnte man im südlichen Afrika 1 Jahr lang für mehr als 60.000 Kinder Schulessen ausgeben.

Wenn nur 10 Prozent der Militärausgaben statt für den Kauf von Kriegsgerät für die Verbesserung der gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen (ärztliche Versorgung, sauberes Wasser, gesunde Ernährung etc.) der am meisten benachteiligten Menschen eingesetzt werden könnten, würden wir schon in wenigen Jahren weltweite Ernährungssicherheit haben. Und außerdem würde natürlich die Rüstungs-Reduktion den Frieden stärken.

Aus diesen Gründen schlug Somethink vor, auf dem UN-Gipfel mit einem Panzer aufzukreuzen, dessen ganze Karosserie mit Brot bedeckt ist, und dort bei den Politikern und in der Öffentlichkeit für ein schrittweises Umlenken der Militärausgaben zu werben. Alles unter dem Slogan “Bread not Bombs“. Die Idee kam so gut an, dass sich schon nach kurzer Zeit eine ganze Allianz von internationalen Friedensorganisationen um uns geschart hatte und das Projekt mittrug.

Somethink besorgte Spenden für die Finanzierung der gesamten Aktion und ließ den Bau des Panzers von Profis in Brasilien durchführen. Der Bread Tank wurde das Gesprächsthema unter den Teilnehmern der UNO-Konferenz und in ganz Rio. Und ein internationaler Medienerfolg. Die UN erlaubte uns zwar nicht, mit dem Panzer das eigentliche Konferenzgelände zu besuchen, aber dafür gewannen wir die Unterstützung vieler Regional- und Stadtregierungen, die auf der anderen Seite der Straße tagten und vor unserem Brotpanzer flammende Plädoyers für die Umverteilung der Militärausgaben hielten. Der Appell zur Umverteilung war inzwischen von 22 Nobelpreisträgern und vielen weiteren bekannten Persönlichkeiten unterschrieben worden.

Ein Jahr später hatte unser Panzer seinen zweiten Auftritt in Rio de Janeiro, zum Weltjugendtag der katholischen Kirche mit 3,2 Millionen Teilnehmern und unter Anwesenheit des Papstes. Der Panzer war Diskussionsthema der teilnehmenden Jugend aus der ganzen Welt und wurde zum zweiten Mal zu einem großen Medienerfolg.

Unseren Film über den Bread Tank bei der UN-Konferenz 2012 finden Sie auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=q5kBygxMg-c

Unseren Film über den Bread Tank beim Weltjugendtag 2013 finden Sie ebenfalls auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=dREBYwIZ8jw

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